Caminho Portugues
Klaus Tietz auf dem Caminho Portugues

Er war dann mal weg. Wie sein großes Vorbild. Klaus Tietz aus Schiffdorf ist ein großer Fan von Hape Kerkeling und hat dessen Karriere immer verfolgt.

Auch als der begnadete Komiker eine Auszeit nahm und den Jakobsweg entlang wanderte. Das war für Klaus Tietz die Initialzündung. Der Gedanke, auch einmal eine solche Pilgertour zu machen, ließ den 52-Jährigen nicht mehr los.

Aber es dauerte eine ganze Weile, bis der Schiffdorfer diesen Vorsatz auch umsetzte. „Ich hab mir das lange gewünscht“, erzählt Tietz, „aber aus Mangel an Zeit hab ich es immer wieder vertagt.“ Bis vor vier Jahren. Da nahm die Idee Formen an.

Der IT-Administrator hatte sich schlaugemacht. Und eine zeitlich machbare Variante des Jakobsweges aufgetan – den portugiesischen Teil, den Weg von Porto nach Santiago de Compostela. Der ist mit einer Strecke von 250 Kilometern deutlich kürzer als der viel frequentierte Weg von den Pyrenäen nach Santiago. „Ein komisches Gefühl“ Als Klaus Tietz dann eines verregneten Abends ganz allein in einem Restaurant in Porto saß, „war das schon ein komisches Gefühl“, erinnert er sich.

Alleine unterwegs zu sein und dann noch zu Fuß, sei schon eine ungewohnte Erfahrung. Seine Erlebnisse und Gedanken vertraute der frisch gebackene Pilger einem Blog an. Erzählte dort von hilfsbereiten Portugiesen und anhänglichen MitPilgern, von kargen Herbergen und köstlichen Abenden, von schönen Aussichten – und Einsichten.

Aus seinem elektronischen Tagebuch hat Tietz mittlerweile ein Buch gemacht. Unter www.caminho-Portugues.info kann man es bestellen – und herausfinden, wie man seine Vorsätze umsetzen kann. (ih)

Quelle: Nordsee Zeitung 03.01.2010

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