Mach dich auf den Weg!

Klaus aus Bremerhaven ist seit vielen Jahren
Selbstständig. Viel Urlaub gönnt man sich da nicht.

Bisher war Klaus in der „glücklichen“ Lage, dass er niemals alleine
unterwegs sein musste. So war er im Urlaub oder anderen Reisen nie
wirklich auf sich allein gestellt.

Auch Klaus hatte das Kult-Buch „Ich bin dann mal Weg“ von Hape Kerkeling gelesen hatte. Nun, Klaus wusste vorher schon, das es einen Jakobsweg gibt und dieser durch  Spanien verläuft. das war es aber auch schon zu diesem Thema.

Erst viele Jahre später, Klaus war mittlerweile Ende 40, kam aus einem ihm
nicht erkennbaren Grund der Wunsch auf, sich ebenfalls auf den Weg zu
machen. Dieser Drang wurde über die Zeit immer stärker. Schließlich
wurde  Klaus bewusst, dass er den
Gedanken nicht mehr aus dem Kopf
bekommen würde, wenn er nicht der inneren Aufforderung zum Loslaufen
folgen würde.

Mitten im Berufsleben war es Klaus nicht möglich, 8 Wochen oder länger
eine Auszeit zu nehmen um den bekannten, ca. 800 Kilometer
langen
Jakobsweg, den Camino Francés zu Pilgern. Darum entschied Klaus sich für
einen anderen Weg. Der Caminho Portugues
von Porto bis Santigo de
Compostela sollte sein Weg sein, welcher mit seinen ca. 250 Kilometer gut in
zwei Wochen zu schaffen war.
Und wenn dann noch Zeit und die Lust
vorhanden wäre, könnte dann noch der Camino Finisterre von Santigo bis
ans Meer mit weiteren
100 Kilometern hinten dran gehängt werden.

Klaus bereitete sich auf seiner Pilgerfahrt vor. Las Reiseberichte andere
Pilger, schaute Youtube Clips zum Pilgern-Thema, und auch
Spielfilme wie
„Pilgern auf Französich“ oder „Mein Weg“ um sich auf deiner Pilgerfahrt
einzustimmen.

Im Mai 2015 war es dann endlich soweit. Klaus war am Flughafen in
Bremen und seine Reise, sein kleines Abenteuer begann.
Als IT-Nerd hatte
er einen Blog eingerichtet, von dem nur die Familie und einige wenige
Freunde wussten. Über diesen Blog wollte Klaus
ab und an mal ein
Lebenszeichen posten. Aber aus dem Lebenszeichen entstanden schon bald
kleine Geschichten, die Klaus in sein Smartphone tippte,
die letztendlich zu
seinen Buch führten, auch wenn das anfangs gar nicht geplant gewesen
war. Aber eines lernte Klaus auf seinem Weg: die Lust zu schreiben.

Klaus erreichte Porto, konnte außer ein paar wenigen Vokabeln weder
Portugiesisch
noch Spanisch sprechen. Von hier aus machte der Pilger sich
auf den Weg in Richtung Santigo de Compostela.

Er hatte viele Fragen im Gepäck, wie: Werde ich alleine bleiben? Wo werde
ich schlafen? Wird es mit den Bestellungen in Restaurants klappen? Wird
die Kondition reichen?

Klaus traf immer wieder neue Pilger und machte freundliche, interessante
Bekanntschaften, aber eine zeitlang blieb er ein „einsamer Wolf“ auf
seinem Weg, der sich nun voll auf sich selbst und seinen Weg konzentrieren
konnte. Die Erkenntnisse waren überraschend, da sie häufig nicht den
erwarteten Fragen entsprachen.

Auch die inneren Konflikte mit dem Glauben kamen zum Tragen, denn
immerhin war er als Protestant auf einem
katholischen Pilgerpfad
unterwegs.

Auf seinem Weg begegneten ihm viele Menschen die ihm weiterhelfen, und
denen er weiterhelfen konnte. Die Begegnungen schärften den Blick für das
Wesen des Pilgerns – im Unterschied zum bloßen Wandern.

Eine Erkenntnis war sicher, dass es nicht darauf ankommt, ob man 350
oder 800 Kilometer pilgert. Jeder hat seinen eigenen Camino mit seinen
Offenbarungen. Man muss den Weg nur aufnehmen.

 

Klaus Tietz

 


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